Kinderfahrräder

Seit Jahrzehnten gehört das Kinderfahrrad zu einem der wichtigsten Entwicklungsstützen von Kindern. Mit ihm werden die Motorik und das technische Verständnis eines Kindes geschult. Zudem wird mit dem Kinderfahrrad erstmals aktiv als Verkehrsteilnehmer am öffentlichen Straßenverkehr teilgenommen, so dass Verkehrs- und Verhaltensregeln im Straßenverkehr erlernt und umgesetztwerden.

Kinderfahrräder kann man in zwei Kategorien einteilen, in die Spielfahrräder und die Kinderfahrräder. Der Einstieg in das Fahrradfahren wird über ein Spielfahrrad vollzogen, da es deutlich kleiner ist und über weniger Einstellmöglichkeiten wie ein Kinderfahrrad verfügt. Ab einer Körpergröße von 120 cm sollte der Umstieg von einem Spielfahrrad auf ein Kinderfahrrad vollzogenwerden.

Spielfahrrad

Ein Spielfahrrad ist rein rechtlich gesehen mit einem Fußgänger gleich zu setzen. Das Fahren auf Straßen und Radwegen ist ausgenommen von Spielstraßen verboten, selbst in Begleitung Erwachsener. Daher sollte ein Spielfahrrad ausschließlich auf Gehwegen und Bürgersteigen genutzt werden. Die Größe eines Spielfahrrades liegt zwischen 12-18 Zoll.

Ein gutes und robustes Spielfahrrad sollte unbedingt über eine Rücktrittbremsnabe und eine Felgenbremse am Vorderrad verfügen. Die Handbremse sollte leichtgängig und kindgerecht sein, sprich mit kleinen Händen komplett umgriffen werden können. Der Rahmen des Spielfahrrades sollte tief geschnitten sein, damit ein Kind einfach auf das Fahrrad auf- und absteigen kann. Sattel- und Lenkerhöhemüssen ebenso wie die Lenkerneigung separat einstellbar sein, um die Höhen und Neigungen auf die individuelle Größe des Kindes anzupassen. Die Kette benötigt einen Kettenschutz aus Kunststoff. Dieser schützt davor, dass Kinder mit Kleidungsteile in der Kette festhängen bleiben oder dass man sich Verschmutzungen an der Bekleidung zuzieht. Die Reifenbreite sollte eine Mindestbreite von 37mm, ummöglichst viel Stabilität während dem Fahren zu haben. Lichtanlage sowie eine Gangschaltung sind nicht erforderlich.

Kinderfahrrad

Ist eine Körpergröße von 120 cm erreicht, sollte der Umstieg auf ein Kinderfahrrad beginnen, um die Fähigkeiten des Kindes weiter zu fördern. Ein Kinderfahrrad beginnt ab 20 Zoll und erhält laut StVZO dann die Bezeichnung alsKinderstraßenrad. Konzipiert ist ein Kinderfahrrad für 6-8 Jährige.

Sattel- und Lenkerhöhe sollten individuell einstellbar sein, ebenso wie die Lenkerneigung. Dabei sollte der Sattel so eingestellt werden, dass das Kind mit den Füßen problemlos den Boden erreicht. Der Fahrradrahmen sollte nach dem Fahrkönnen des Kindes gewählt werden. Ist das Kind sehr fahrsicher unterwegs, kann einKinderfahrrad mit einem sogenannten Knabenrahmen gewählt werden, bei dem das Fahrrad über ein hohes Oberrohr verfügt. Sind weitere Fahrübungen erforderlich, kommen Unisex-, Mixed- und Cityrahmen in Betracht. Gängigster Rahmen bei namenhaften Herstellern ist dabei der Letztgenannte. Die Lager des Kinderfahrrades sollten aus metallischen Kugellagern und nicht aus Kunststoffgleitlagern bestehen. DieWahl der passenden Gangschaltung richtet sich nach Nutzungsumfang der Kinder. Wird das Kinderfahrrad regelmäßig für normale Fahrten benutzt, genügt eine Nabenschaltung mit 3-7 Gängen. Für Vielfachnutzer und Sportbegeisterte sollte eine Kettenschaltung mit maximal 14 Gängen gewählt werden, um das Kind nicht zu überfordern.

Zwei Handbremsen und eine Rücktrittnabe sind ideal, jedoch sollteder Griffweitenabstand separat eingestellt werden können, damit das Kind leicht an die Bremsen herankommt. Lichtanlage und Reflektoren, eine Glocke oder Klingel, Ketteschutz, Schutzbleche und auch ein Gepäckträger sind weitere Ausstattungsmerkmale, über die ein Kinderfahrrad verfügen sollte.



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