V-Brake

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Die V-Bremse gehört zu den Bremssystemen, die bei Fahrrädern als Standardfelgenbremse eingesetzt werden. Eine Ausnahme bildet hier das Rennrad, bei dem vorwiegend Dual Pivot Seitenzugbremsen verwendet werden.

Die erste V-Bremse wurde von Shimano unter dem Namen V-Brake auf den Markt gebracht. Shimano entwickelte die V-Bremse aus der Cantileverbremse. Während die Cantileverbremse eineWeiterentwicklung der Mittelzugbremse ist, besitzt die V-Brake einen seitlich austretenden Seilzug, der in einem Rohrwinkel geführt wird. Die Bezeichnung V-Brake hat sich aufgrund der Beliebtheit dieser Bauart so gut etabliert, dass auch Produkte, die nicht aus dem Shimano-Sortiment stammen, als V-Brake bezeichnet werden. Wobei die Bremsen von Shimano auch in diesem Bereich führendsind.

Funktion der V-Bremse

Durch das Ziehen der Bremse nimmt die Bremskraft linear zu. Dadurch lässt sich dieser Bremstyp zuverlässig und gut dosieren und entwickelt eine effiziente und sehr gut wirkende Bremsleistung.

Der Bremszug wird unmittelbar vor der Bremse durch ein gebogenes Führungsröhrchen geführt und zieht seitlich an der Bremse. Dadurch erübrigt sichein Gegenhalter, der am Rahmen montiert ist. Zwei separate Bremssockel sind die Aufnahmen für die Bremsarme, die darauf gelagert sind. Die Montage der Bremssockel erfolgt unterhalb der Felge beidseitig an den Gabelscheiden oder an den Sitzstreben des Rahmens.

Weiterentwicklung der V-Bremse

Als Weiterentwicklung der V-Bremsen sind die parallel geführten V-Bremsen zuerwähnen. Diese Bauart der besitzt auf beiden Seiten einen Kniehebel, der die Bremsschuhe in rechtem Winkel und verkantungsfrei auf die Felge aufsetzt. Durch den vollflächigen Kontakt, der durch das rechtwinkelige Aufsetzen erzielt wird, kann die Bremse noch besser dosiert werden und weist eine höhere Bremswirkung auf. Ein weiterer Vorteil der parallel geführten V-Bremse ist die gleichmäßigere undlangsamere Abnutzung der Bremsschuhe.



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