Bowdenzug

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Bowdenzug allgemein

Der Bowdenzug dient dazu, eine mechanische Bewegung oder auch eine Zugkraft auf ein anderes technisches Bauteil zu übertragen. Dabei bleibt die äußere Hülle starr, während das in der Hülle eingebettete Seil beweglich ist. Erfunden wurde der Bowdenzug von Ernest Monnington Bowden (1860 - 1904) aus Großbritannien.

Einsatzbereiche eines Bowdenzugs

Der Bowdenzug findet überall dort Anwendung, wo eine mechanische Kraftübertragung über eine Zugvorrichtung gewünscht oder benötigt wird. Beim Fahrrad findet er in den Bereichen Bremsanlage, Gangschaltung und Vario-Stützen seinen Einsatzbereich.

Bei motorisierten Fahrzeugen dient der Bowdenzug als Gas- und Kupplungszug. Er unterstützt die Feststellbremse und dientin Verbindung mit einem Hebel zum Öffnen von Tankdeckel-, Motorhauben- und Kofferraum.

Auch im Feintechnikbereich wie bei Seilzügen für Flugzeugsteuerungen oder Auslösemechanismen für Fotoapparate finden Bowdenuzüge ihre Anwendungsbereiche.

Aufbau des Bowdenzugs

Der aus Stahldraht oder einem Drahtseil bestehende Bowdenzug ist die Bowdenzugseele. DieseBowdenzugseele wird von einem in Zugrichtung starren Mantel umhüllt. Dieser Mantel dient dem Schutz vor Witterungseinflüssen sowie auch als Führung für das Bowdenzugseil.

Der Mantel der Bowdenzugseele besteht aus einer dicht gewickelten Wendel, die durch einen Kunststoffmantel geschützt wird. Durch den speziellen Aufbau der Hülle ist diese in der Lage, Druckkraft in Form von Verkürzungauszuüben. Eine weitere Aufgabe der Hülle ist ihre Funktion als Gegenlager der übertragenen Zugkräfte, wodurch die Kraftübertragung auch über leicht gebogene Bowdenzugseile ohne Verlust erfolgen kann.

Der Bowdenzug ist bei Fahrrädern oft nur teilweise umhüllt, um die Reibungsverluste so gering wie möglich zu halten.

Befestigung des Bowdenzugs beim Fahrrad

DieBefestigung erfolgt über Birnen- und Tonnennippel, die entweder durch Verklemmen oder über Schrauben befestigt werden.



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