Schaltgriff und Schalthebel

Schalthebel

Der Schaltgriff / Hebel bezeichnet die unterschiedlichen Ausführungen, die der Betätigung der Gangschaltung an Fahrrädern dienen.
Nachfolgend werden die gängigen Varianten angeführt und beschrieben.

Der Drehgriff

Der Drehgriff gehört zu jenen Schaltgriff, die zu den ältesten Bauformen im Bereich Schaltgriffe zählt. Da der normale Drehgriff verhältnismäßig einfach aufgebaut ist, ist auch die Produktion problemlos. Vorwiegend besteht er aus vier Teilen. Die Ganganzeige wird aufgedruckt. Neben den einfachen Ausführungen gibt es auch Drehgriffschalter in indizierterAusführung und als Reibungsschalter, wobei die Indizierung im Griff erfolgt.

Der Vorteil der Drehgriffe liegt in der verminderten Störungsanfälligkeit, da keine vorstehenden Teile existieren, die abgebrochen oder verbogen werden könnten. Ein weiterer Vorteil liegt in der stark reduzierten Schmutzanfälligkeit durch die im Griff untergebrachte Feinmechanik. Einer der bekanntestenDrehgriffe ist der sehr bewehrte Revoshift von Shimano.

Der Reibungs- oder Indexschalthebel

Dieser Schaltgriff / Hebel gehört zu jenen Schalthebeln, die in der Anwendung eher schwerfällig sind. Sowohl beim Ziehen wie auch beim Lockern des Bodenzugs muss Kraft angewendet werden.

Die Vorteile des Reibungs- oder Indexschalthebels liegen in derSchaltgenauigkeit, die indizierte Schaltungen bieten. Ein Indexschalthebel rastet in richtiger Stellung ein. Dadurch wird gewährleistet, dass jedes Einrasten einem Zahnkranz entspricht. Der Hebel, der den Umwerfer bedient, besitzt mehr Stellungen, als Zahnkränze vorhanden sind, da der Schräglauf der Kette Zwischenstufen erfordert.

Bei Nabenschaltungen wird diese Technik der Schaltungschon länger angewandt, da die empfindliche Mechanik der Nabenschaltung eine sehr exakte Schaltung benötigt.

Der Rahmenschalthebel

Der Rahmenschalthebel ist als Schaltgriff / Hebelheute nicht mehr gängig, da die Benutzung der Griffe eine große Routine voraussetzt. Die Hebel waren direkt am Unterrohr befestigt. Nur mehr vereinzelt greifen Radrennfahrer auf diese Schaltgriff / Hebel zurück, da sie ein geringeres Gewicht als moderne Schaltsysteme aufweisen und die Bowdenzüge ohne Hüllen verlegt werden. Dies bringt eine geringere Reibung mit sich.

DerBremsschalthebel

Der Nachfolger des Rahmenschalthebels ist der Bremsschaltgriff. Der Bremsschaltgriff ist sowohl für das Rennrad wie auch für das Mountainbike verfügbar. Bei dieser Bauart erfolgt die Schaltungentweder direkt über den Bremshebel, der seitlich gekippt wird, oder einen Hebel, der zusätzlich am Bremshebel angebracht ist.

Der Schalthebel montiert am Lenkerbügel

Diese Form der Schaltgriff / Hebel ist neben den Drehgriffen die gebräuchlichste Bauform. Komfortabel wird die Schaltung durch kleine Hebel oder auch Knöpfe, die am Lenkerbügel montiert sind, mitdem Daumen oder Zeigefinger geschaltet. Der bekannte Hersteller von Schaltungen, Shimano, bezeichnet diese Bauform als "Rapid Fire".

Spezielle Schalthebel

Weitere Formen von Schalthebel, die jedoch nur bei speziellen Einsatzbereichen verwendet werden, sind Schalthebel für den Lenkeraufsatz für Triathlon-Räder oder Rahmenschalter.
DerLenkerend-Schalthebel befindet sich am Ende des Lenkerrohrs und ist auch als Indexhebel erhältlich, bei dem die Indizierung deaktiviert werden kann.
Die Dual Control Schaltung für Mountainbikes ist eine Kombination von Bremse und Schalthebel, die auf dem Lenker montiert wird. Die Schaltung wird bei diesem Schaltgriff / Hebel mit dem Daumen bedient; der Bremshebel kann theoretisch gleichzeitigmit der Hand bedient werden. Diese Schaltung konnte sich jedoch nicht richtig durchsetzen.

Elektronische Schaltungen

Als echte Innovation gilt die von Shimano entwickelte Dura-Ace Di2 in Form einer elektronischen Schaltung, bei der umwerfer und Schaltwerk über Akku betrieben werden. Die Schaltung erfolgt über zwei Druckknöpfe am Lenkrad.



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