Ventil

Ventilarten

Das Fahrradventil ist als Rückschlagventil konstruiert. Es befindet sich entweder am Fahrradreifen (bei schlauchlosen Reifen) oder am Fahrradschlauch. Das Metallrohr, in dem sich das Ventil befindet, kann aufgrund der unterschiedlichen Profilhöhen der Felgen verschiedene Längen aufweisen.
Nachfolgend werden die Grundtypen, die es bei Fahrradventilen gibt, beschrieben.

Dunlop-/ Bilitzventil

 

andereBezeichnung:

Wood-Ventil

deutsches Ventil
Fahrradventil
Alligator



 


Blitz-Ventil
NV - Normalventil

Das Dunlopventil ist jenes Fahrradventil, das in Deutschland am weitesten verbreitet ist. Es findet vorwiegend bei Touren- und Cityrädern Anwendung. Es benötigt eine Felgenbohrungvon 8,5 mm und ist für einen maximalen Druck von 6 Bar ausgelegt. Typisch für das Dunlop Ventil ist, dass das Ventil in einem schmalen Rohr steckt. Die Sicherung des Rohres erfolgt durch eine Überwurfmutter. Um Luft ablassen zu können, wird die Überwurfmutter einfach los geschraubt.

Beim Dunlopventil gibt es zwei unterschiedliche Bautypen, die sich in der Bauart des Ventileinsatzesunterscheiden. Die eine Bauart, die auch preislich günstiger ist, verwendet einen Ventileinsatz mit einem am unteren Ende angebrachten Rohr mit zwei seitlichen Luftlöchern am unteren Ende. Zum Verschließen der Löcher wird das Rohr mit einem Gummischlauch überzogen. Dieser Gummischlauch wird beim Einpumpen von Luft gedehnt. Die neuere Bauart ist das sogenannte Dunlop Automatikventil oder auchBlitzventil. Bei diesem Typ besitzt das Ventil eine Kugel oder einen Zylinder aus Metall oder Kunststoff.

Ein Messen des Reifendrucks ist beim Dunlop Fahrradventil nicht möglich, da dies nur bei der Zuführung oder beim Ablassen möglich ist.

Sclaverandventil

 

andere Bezeichnung:

Rennventil

Schlauchreifenventil
Presta-Ventil

FV - französisches Ventil

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Das Sclaverandventil, auch unter der Bezeichnung "Französisches Ventil" oder "Rennradventil" bekannt, benötigt eine Felgenbohrung von 6,5 mm und hält einem Druck von maximal 15 Bar stand. Durch die kleine Bohrung eignet sich dieses Fahrradventil auch für Räder mit schmalen Felgen wie beispielsweiseRennräder. Gleichzeitig bietet eine kleine Bohrung eine höhere Stabilität der Felge. Das vom Franzosen Etienne Sclaverand erfundene Ventil besitzt ein integriertes sperrendes Bauteil ähnlich einer Schraube mit Senkkopf. Zur Sicherung der Sperre dient eine Rändelmutter, die bei der Befüllung und zum Öffnen des Ventils gelockert werden muss. Da bei einem Sclaverandventil nur der Gegendruck, der sichim Reifen befindet, überwunden werden muss, ist die Befüllung des Reifens verhältnismäßig leicht. Das Sclaverandventil ist durch seine Bauart hervorragend für Reifen mit hohem Reifendruck geeignet. Dies liegt daran, dass sich der Kegelstumpf bei steigendem Innendruck immer tiefer in seinen Sitz presst. Der Tausch des Fahrradventils erfolgt mit einfachem Werkzeug, da es in ein Metallrohreingeschraubt ist. Eine weitere Variante ist das in Italien verwendete Reginaventil. Bei beiden Ventiltypen ist ein Messen des Reifendrucks problemlos möglich, indem ein Manometer auf das geöffnete Ventil aufgesteckt wird.

 

Schraderventil

 

Das Schraderventil weist eine Felgenbohrung von 8,5 mm auf und ist bis zu 6 Bar belastbar. Dieses Fahrradventil wird auch in Autos eingesetzt und ist daher auch unter dem Namen Autoventil, oder AV-Ventil,bekannt. Vorteil dieses Ventils ist, dass es an jeder Tankstelle mit den vorhandenen Systemen befüllt werden kann. Dabei wird, sobald der Pumpenkopf aufgesteckt wird, ein im Ventil befindlicher Stift nach unten gedrückt und dabei geöffnet. Auch ein Messen des Reifendrucks ist problemlos möglich.

 



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