Reifen

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Fahrradreifen (auch Decke oder Mantel) sind Teil des Laufrades. Das Profil des Reifens ist die Lauffläche, auf der sich das Fahrrad über den befahrenen Untergrund bewegt. Mit Luftdruck befüllte Reifen besitzen elastische Eigenschaften, sie können sich bis zu einem gewissen Grade dem Untergrund anpassen und Fahrbahnstöße ausgleichen.

Aufbau

Ein Fahrradreifen besteht aus der Karkasse, dem Wulstkern (Reifendraht oder Kunststoff) und der Lauffläche (Protektor). Im Inneren des Reifens befindet sich der Schlauch (außer UST). Die Karkasse ist jener Teil des Reifens, der die Kräfte des Reifendrucks sowie die Einflüsse durch das Fahren aufnimmt. Um optimale Eigenschaften bei der Karkasse zu erreichen, werden unterschiedliche Bestandteile wie zum Beispiel Natur- oderSynthetikkautschuk, Weichmacher, Alterungsschutzmittel und Vulkanisationsmittel verarbeitet. Nur durch eine optimierte Mischung und entsprechendem Profil werden Fahreigenschaften wie geringer Rollwiderstand, optimale Bodenhaftung bei allen Witterungsbedingungen und lange Haltbarkeit erreicht.

Typen von Fahrradreifen

Bei Fahrradreifen wird zwischen Schlauchreifen,Drahtreifen und schlauchlosen Reifen differenziert.

Der Schlauchreifen bildet eine Einheit von Schlauch und Karkasse, da der Schlauch in die Karkasse eingenäht ist.

Beim Drahtreifen sind Schlauch und Reifen getrennte Einheiten. Die Karkasse des Drahtreifens besteht aus sich unter 90 Grad kreuzenden Textilfasern, auf die die Gummimischung aufgetragen wird. An den unteren Rändernder Karkasse ist Stahldraht eingearbeitet, der eine Aufweitung des Reifendurchmessers durch den Reifendruck verhindert.

Ein Vergleich zwischen Schlauchreifen und Drahtreifen fällt aufgrund der aktuellen Entwicklung zugunsten des Drahtreifens aus. Der Schlauchreifen besitzt aufgrund seines Aufbaus eine bessere abfedernde Wirkung von Unebenheiten und ist leichter, aber auch anfälliger fürBeschädigungen. Die Reparatur eines Schlauchreifens ist kompliziert und ein kompletter Austausch kostengünstiger und einfacher.

Der herkömmliche Drahtreifen ist zwar schwerer als der Schlauchreifen, aber auch preiswerter und weniger anfälliger für Pannen. Im Laufe der letzten Jahre konnte der Drahtreifen einen so großen Entwicklungssprung aufweisen, dass er den Schlauchreifen immer weiterverdrängt und heute sogar im Radrennsport eingesetzt wird.

Reifen und ihre Größenbezeichnung

Bei der Größenbezeichnung von Reifen gibt es drei unterschiedliche Methoden. Die eine Methode ist die Bezeichnung nach ETRTO (European Tire and Rim Technical Organziation). Die zweite und auch ältere Methode ist die englische Zollbezeichnung. Als dritte Möglichkeit gibt es noch diefranzösische Größenangabe.

Bei der Größenangabe nach ETRTO werden Reifenbreite und Reifeninnendurchmesser angegeben. Bei einer Reifenbreite von 37 mm und einem Reifeninnendurchmesser von 622 mm würde die Maßangabe 37-622 lauten.

Die französische Maßangabe gibt Reifenbreite und Reifenaußendurchmesser an. Das Maß würde bei einem Reifenaußendurchmesser von 700 und einer Reifenbreitevon 37 mit 700x37C angegeben.

Die Maßangabe Zoll richtet sich nicht nach den exakten Millimetermaßen des Reifeninnendurchmessers. Hier werden die Durchmesser 559 mm, 571 mm und 590 mm unter 26 Zoll zusammengefasst. Die Durchmesser 622 mm und 635 mm gehören zu den 28-Zoll-Reifen. Reifendurchmesser mit 630 mm fallen unter 27-Zoll-Reifen.

Reifenprofile und ihreEinsatzbereiche

Neben der Gummimischung trägt auch das Profil des Fahrradreifens einen großen Beitrag zur Bodenhaftung bei. Für den Straßenbereich sind Reifen mit minimalem Profil und so schmal wie möglich am sinnvollsten, um optimalen Leichtlauf mit geringstmöglichem Rollwiderstand zu erhalten. Je schmäler der Reifen ist, umso weniger tief sollte das Profil sein. Bei Reifen fürGelände und Naturstraßen sind breite Reifen mit tiefen Profilen für eine optimierte Lenkbarkeit und Bodenhaftung Voraussetzung.



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